Erfahrungen mit Autogenem Training
Hier werden Texte von Kursteilnehmenden veröffentlicht, die ausserordentliche Erfahrungen mit Autogenem Training machten.
Schreiben Sie mir Ihre Erfahrungen mit Autogenem Training. Ich bin sehr interessiert an Ihren Erfahrungen. Als Belohnung erhalten Sie mein neues Buch «Autogenes Training - autogen trainieren» als Gratis-Download im pdf-Format. Schreiben Sie an die diese Adresse: autogenes-training@amonit.ch. Jede Zuschrift wird beantwortet.
Autogenes Training? Noch nie gehört – bis zu dem Zeitpunkt als mich meine Mutter dazu überredete mit ihr einen Kurs zu besuchen. Mit dabei auch meine beste Freundin. Wir sassen also in gemütlicher Runde bei Anders zu Hause. Mit grosser Skepsis hörte ich Anders zu, der uns von der Wirkung des autogenen Trainings zu überzeugen versuchte. Ich trete neuen Sachen extrem misstrauisch gegenüber, und als wir dann auch noch mit einem Pendel unser Unterbewusstsein zu beeinflussen versuchten, war ich sehr verunsichert. Besonders da das Pendel bei mir auch am Extremsten ausschlug. Gut, wir fuhren fort mit Theorie und zum Schluss erklärte Anders uns noch die erste Übung. In den ersten Wochen übte ich noch fleissig, danach nahmen meine Trainingseinheiten kontinuierlich ab. Ein erstes Schlüsselerlebnis brachte mich ins Zweifeln, ob da vielleicht nicht doch etwas dahinter steckt, meine guten Vorsätze, mehr zu üben, hatten sich dann aber schon bald wieder in Luft aufgelöst. Ich hatte keine Motivation mehr zu trainieren, ja auch keine Lust – es war reine Zeitverschwendung für mich. Mehrere Male hatte ich heftige Diskussionen mit Anders über die Wirkung des AT’s. Er blieb beharrlich und geduldig mit mir und erklärte mir zum hundertsten Mal, dass ich einfach nur Üben soll, die Wirkung käme von alleine. Also übte ich mehr schlecht als recht und sehr unregelmässig. Aber ich übte! Als dann die Frage aufkam, ob wir weitermachen wollen, stimmte ich nur zu, weil meine Mutter und meine Kollegin dafür waren. Ich hatte das AT für mich persönlich eigentlich schon aufgegeben. Wir besprachen nun mit Anders unsere Leitsätze. Da kam bei mir nur ein Thema in Frage (weshalb ich eigentlich auch mit dem AT begonnen hatte): Meine exzessiven Attacken gegen meine Finger. Pausenloses Kauen der Nagelhaut, mit den Fingernägeln alles abreissen, bis es blutet, ein Aufhören war nicht möglich – hatte ich einmal begonnen, konnte es Stunden dauern, bis ich ein Ende fand. Echt belastend. Der Wille nicht stark genug. Schmerzhaft. Ich versuchte seit acht Jahren damit aufzuhören – ohne Erfolg. Ich litt stark unter diesem Zwang. Nun sah ich hier die Chance vielleicht doch noch etwas Positives aus dem AT mitzunehmen. Gesagt, getan. Ich übte also zweimal am Tag meine Leitsätze. Die lauteten folgendermassen: Ich höre auf. Ich lasse meine Finger in Ruhe. Ich habe schöne Hände. Die Wirkung dieser drei banalen Sätze war frappant! Unglaublich, faszinierend und ein wenig angsteinflössend. Ich hatte innerhalb von fünf Tagen das geschafft, was ich in den letzten acht Jahren vergeblich versucht hatte. Ich liess meine Finger in Ruhe. Weg, es war weg. Der ganze Zwang – er war einfach nur weg! Meine Gefühle fuhren Achterbahn – ich war glücklich, stolz und befreit. Als ich die erfreuliche Neuigkeit dann in unserer nächsten Sitzung Anders erzählte, freute er sich zunächst, dann schielte er mich ein wenig frech an – und ja, ich musste dann wirklich auch selber zugeben, dass er von Anfang an Recht hatte! Dieser Schritt fiel mir nicht leicht, und auch hier wieder ein Schmunzeln von Anders, denn ich als grosse Skeptikerin erfuhr die Wirkung nun am eigenen Leib. Rückwirkend kann ich nur sagen, dass ich froh bin, nicht aufgegeben zu haben. Mein Erfolg ist mehr als deutlich sichtbar, und dient hoffentlich auch anderen als Motivationskick…
Daniela, 2008
Vor ungefähr fünf Jahren waren meine Fusssohlen von vielen Warzen befallen. Schätzungsweise fünfzehn bis zwanzig dieser kleinen Monster bevölkerten meine Füsse und machten mir das Leben schwer. Sie störten mich enorm und waren mir so unangenehm, dass ich meine Fusssohlen stets vor Blicken schützte. Da ich schon seit vielen Jahren autogenes Training praktizierte und seine erstaunlichen Wirkungen unzählige Male selber erfahren hatte, beschloss ich eines Tages, es gegen meine Warzen einzusetzen. Ich zweifelte keinen Moment daran, dass es mir gelingen würde, die Warzen „wegzudenken“. Ich wusste, dass es nicht eine Frage des ob, sondern nur eine Frage der Zeit sein würde, bis ich sie los war.
Ich begann also, jeden Abend vor dem Einschlafen meine Füsse gedanklich zu bearbeiten. Beim autogenen Training arbeite ich fast immer mit Bildern. Ich stelle mir den gewünschten Prozess oder Zustand bildlich vor. In diesem Fall sah ich jeden Abend zu, wie die Warzen mit glühenden Eisenstäbchen ausgebrannt wurden. Da mich die Warzen so stark störten, kannte ich die Position jeder einzelnen auf meinen Füssen. Ich nahm mir alle einzeln vor und stiess mit meinen Gedanken in jede die orange glühenden kleinen Bolzen. Ich sah dabei alle Details genau vor meinem inneren Auge. Gleichzeitig dachte ich verschiedene Sätze wie zum Beispiel „Hau ab!“, „Verheile und verschwinde!“, „Weg für immer!¨“ oder „Warze weg!“, ich richtete meinen ganzen Groll auf sie.
Während langer Wochen geschah scheinbar nichts. Doch ich machte einfach weiter. Ich ahnte, dass es schwieriger sein würde dieses Ziel zu erreichen, als die anderen Dinge, bei denen ich das autogene Training einsetze, wie beispielsweise beim Lernen von grossen Mengen Prüfungsstoff. Ich malträtierte also weiter jeden Abend meine Warzen und allmählich hatte ich das Gefühl, sie wären etwas kleiner geworden. Schliesslich war ich mir sicher, dass sie immer kleiner wurden. Plötzlich konnte ich beinahe (und diesmal nicht nur vor meinem inneren Auge) zusehen, wie sie verschwanden. Und dann waren sie weg. Nach ungefähr drei oder vier Monaten war ich alle Warzen los, die mich mehrere Jahre lang so gestört hatten.
Für mich war das eine der eindrücklichsten Erfahrungen mit dem autogenen Training und ein weiterer Beweis für den grossen Einfluss, den unsere Gedankenkraft auf uns hat.
anonym, 2009